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Dipl.-Ing.(FH)

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Ingenieur [inschenjör; frz., zu Ingenium], geschützte Berufsbezeichnung für wissenschaftliche oder auf wissenschaftlicher Grundlage ausgebildete Fachleute, die das Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung an einer inländischen wissenschaftlichen Hochschule oder Fachhochschule abgeschlossen haben oder kraft Ingenieurgesetzes zur Führung der Berufsbezeichnung berechtigt sind. Bis in das 18. Jh. war Ingenieur vor allen die Bezeichnung für den Kriegsbaumeister. Die zivile Bedeutung des Wortes bildete sich im Laufe der Industrialisierung als Sammelbezeichnung für die höheren technischen Berufe verschiedener Fachrichtungen heraus. Ingenieure haben allgemein die Aufgabe technische Werke zu planen und zu konstruieren sowie die Ausführung des Geplanten leitend anzuordnen und zu überwachen. Die Ausbildung zum Ingenieur erfolgt duch ein theoretisch-wissenschaftlich orientiertes Studium an einer Technischen Hochschule (TH), Universität (TU), Gesamthochschule oder durch ein anwendungsorientiertes Studium an einer Fachhochschule (FH) oder einer Berufsakademie (BA); alle Studiengänge schließen mit dem akademischen Grad "Diplom-Ingenieur" ab (zum Teil mit einem die Hochschulart kennzeichnenden Zusatz, wie z.B. Dipl.-Ing.(FH) oder Dipl.-Ing.(Univ.)). Studienvoraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife und ein abgeschlossenes Praktikum. Das Grundstudium mit mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Grundlagenfächern schließt mit der Diplomvorprüfung ab. Für das Hauptstudium werden die traditionellen Ingenieurwissenschaften mit jeweiligen Schwerpunkten gewählt und schließt mit der Diplomprüfung und einer Diplomarbeit ab. Aufgabenfelder der Ingenieure finden sich hauptsächlich in der Industrie, in Behörden und in freien Berufen. Wichtige Tätigkeitsbereiche sind Forschung, Entwicklung, Planung, Konstruktion, Fertigung, Betrieb, Montage, Inbetriebnahme, Vertrieb, Beratung, Prüfung, Verwaltung, Sicherheit, Patent- und Normenwesen.

 
Studium der Holztechnik an der Fachhochschule (FH) Rosenheim. Ziel: Durch praxisorientierte Lehre eine auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden beruhende Ausbildung zu vermitteln, die zu einer selbstständigen Berufstätigkeit als Holzingenieur befähigt. Zugangsvoraussetzung Abschluß der Fachoberschule oder Abitur. Studiendauer 8 Semester. 2 Semester Grundstudium technisch-naturwissenschaftlicher Grundlagenfächer, anschließend Vorprüfung. Im 3. Semester praktische Ausbildung in Betrieben. Kann bei Nachweis einer einschlägigen Lehre vor Beginn des Studiums erlassen werden. 4. und 5. Semester dienen der Vermittlung betriebstechnischen Wissens aus den Bereichen Fertigungstechnik, Möbelbau, Holzarten, Holzbearbeitungsmaschinen, Vorrichtungsbau, Energietechnik, Meß-, Steuerungs-, Regeltechnik, Datenverarbeitung, Betriebsorganisation, Betriebswirtschaft u.a. Das 6. Semester dient wieder einem Betriebspraktikum mit nunmehr anspruchsvoller Tätigkeit in Holzbetrieben. Im 7. und 8. Semester steht eine große Skala von Wahlpflichtfächern bereit. Ein Planungssemester dient der Zusammenführung der erworbenen Kenntnisse. Zusätzlich ist eine Diplomarbeit anzufertigen, oft in Zusammenarbeit mit einem Holzbetrieb. Abschluß: Dipl.-Ing.(FH) (Timber Technology Engineer). Berufsaufgaben: Konstruktion und Entwicklung, Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Kostenrechnung, Produktions- und Betriebsleitung, Planung und Beratung, Sicherheitsüberwachung, Materialprüfung und Qualitätssicherung, Lehre und Forschung, Publizistik, u.a. Berufsmöglichkeiten in der holzbe und -verarbeitenden Industie, der Zuliefer- und Maschinenindustrie, bei Behörden, Prüfämtern, Schulen und Verbänden sowie als Freiberufler in Beratung, Planung u.a. Fachhochschule Rosenheim, Marienberger Straße 26, 83024 Rosenheim. Ausbildung in der Holzwirtschaft, Abschnitt d. Lit: Blätter zur Berufskunde - Diplom-Ingenieur / Diplom-Ingenieurin Fachrichtung Holztechnik. Bundesanstalt für Arbeit 1985.

 
Fachhochschule Rosenheim gegründet 1925 durch H. Laue und E.Schlegel als "Holztechnikum", eine private Holzfachschule. Zunächst Technikerausbildung in drei Semestern. Gekürzte Fachkurse wurden bald ausgegliedert, eine eigene Fachschule, das heutige Lehrinstitut der Holzwirtschaft entstand. 1943 Verstaatlichung des Holztechnikums, Einführung eines fünfsemestrigen Ingenieurstudiums, jedoch unter Beibehaltung der Technikerausbildung. Die Ingenieurschule (zunächst noch Staatsschule genannt) erlebte unter Direktor Kraft (Amtszeit 1955-64) einen großen Aufschwung. Eine viersemestrige Ausbildung zum "Technischen Holzkaufmann" wurde aufgenommen. 1971 wurden in Bayern die Fachhochschulen gegründet. Die Fachhochschule Rosenheim erhielt drei Fachbereiche. Holztechnik, Kunststofftechnik (aus einem bereits bestehenden Schwerpunkt der Ingenieurschule hervorgegangen) und Betriebswirtschaft (als Nachfolger der kaufmännischen Ausbildung). Gleichzeitig wurde die Staatliche Technikerschule (Ausbildung in der Holzwirtschaft, Abschnitt c; Technischer Holzkaufmann) selbstständig. Alle Schulen hatten kurz zuvor bereits ein neues Gebäude bezogen, das neben den schon in den fünfziger Jahren errichteten Übungs- und Versuchsanlagen gelegen war. Weitere Fachrichtungen entstanden im Lauf der Jahre: Innenarchitektur (1973), Wirtschaftsingenieurwesen (1974), Produktionstechnik (1983), Informationstechnik (1986). 1986 gab es 3300 Studenten, davon 1100 im Fachbereich Holztechnik. Erst 1987 wurden Erweiterungsprojekte in Betrieb genommen, die die Studienkapazität von 800 (der ganzen Fachhochschule) etwas erweiterten. Der 1983 in Holztechnik eingeführte Numerus Clausus mit ca. 280 Zulassungen pro Jahr konnte auch 1987 noch nicht aufgehoben werden. Ein weiterer Neubau soll Entlastung bringen.

 
Ausbildung in der Holzwirtschaft ist entsprechend der üblichen Ausbildung strukturiert, zum einen die praktisch orientierte betriebliche Ausbildung (Lehre als duales System) und in die weiterqualifizierenden Ausbildungs- und Studiengänge. Fachhochschulen und Berufsakademien: Die Fachhochschule Rosenheim bietet ein achtsemestriges Studium für Holztechnik an. Daneben gibt es den Schwerpunkt Holzwirtschaft innerhalb der Fachrichtung Betriebswirtschaft. An der Fachhochschule Hildesheim wird ein Studiengang Holztechnik geführt, der sich an den ihn tragenden Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Architektur orientiert. Zugangsvoraussetzung ist der Abschluß einer Fachoberschule (12. Klasse) oder das Abitur. Je nach Vorbildung ist eine praktische Tätigkeit zusätzlich nachzuweisen. In Rosenheim sind zwei, in Hildesheim ist ein praktisches Semester in das Studium integriert. Studiendauer insgesamt ca. 8 Semester. Abschluß als Diplom-Ingenieur (FH) oder Diplom-Betriebswirt (FH). Eine besondere Form der Ausbildung auf der Ebene der Fachhochschulen besteht in Baden-Württemberg mit den Berufsakademien. An der Berufsakademie Mosbach werden in dreijähriger Ausbildung Diplom-Ingenieure (BA) für Holztechnik und Diplom-Betriebswirte (BA) für den Holzhandel ausgebildet, wobei die Besonderheit ist, daß sechs Semester von jeweils 12 Wochen Schulische Ausbildung in eine dreijährige praktische Ausbildung in einem Betrieb eingebettet sind. In Österreich gibt es Höhere Technische Lehranstalten (HTL) in Mödling und Kuchl, die eine Ingenieurausbildung in eine allgemeinbildende Schullaufbahn integriert haben. Die Berufsentscheidung muß hier nach der mittleren Reife erfolgen. An der Schweizerischen Holzfachschule Biel wird eine Ingenieurausbildung angeboten, die vorrangig für Berufspraktiker vorgesehen ist. Seit der Wiedervereinigung müssen natürlich auch die Ausbildungsstätten in Dresden und Eberswalde an dieser Stelle genannt werden.

 
EUR INGs werden in das FEANI-Register eingetragen, das im Generalsekretariat in Brüssel geführt wird. Seit Anfang 1999 sind mehr als 24.000 Europa-Ingenieure im Register verzeichnet . Der “Leitfaden zum FEANI-Register” gibt Einzelheiten über den Zweck und die Führung des Registers. Die Europäische Kommission hat in einer Stellungnahme an das Europaparlament das FEANI-Register und die EUR ING-Bezeichnung als ein wichtiges Instrument für die Anerkennung von nationalen Diplomen innerhalb der Mitgliedsstaaten anerkannt. Die Strukturen der Ausbildungs- und Berufssysteme sind in Europa sehr unterschiedlich. Die Qualität wird von FEANI nach der potentiellen Kompetenz des Ingenieurs, der daraus hervorgeht, beurteilt. Die Ingenieurqualifikation setzt eine anerkannte Ingenieurausbildung nach einer angemessenen Schulbildung voraus. Die volle berufliche Kompetenz wird jedoch erst nach einer einschlägigen Berufserfahrung erreicht. Jeder im FEANI-Register eingetragene Ingenieur verfügt über solide technische Kenntnisse auf der Basis von Mathematik, Physik und Informatik gemäss seines oder ihres Fachbereichs sowie eine ausreichende Berufserfahrung.
Die EUR ING-Bezeichnung ist als Kompetenzgarantie für professionelle Ingenieure gedacht, um
a) die Mobilität von Ingenieuren innerhalb und ausserhalb der geographischen Region der FEANI-Mitgliedsländer zu unterstützen
b) Informationen über die Qualifikationen der Europa-Ingenieure zur Vorlage beim Arbeitgeber zu bestätigen
c) die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Ingenieurausbildung durch Festlegung und Überwachung von Standards zu fördern.

Der deutsche Titel Diplom-Ingenieur (FH) im Verhältnis zu den internationalen Abschlussgraden Bachelor und Master von Hans-Reiner Ludwig, Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences, Fachbereich Maschinenbau, Nibelungenplatz 1, D-60318 Frankfurt am Main, Deutschland.
Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über Motivation, Gründe und Randbedingungen der aktuellen Studienreform in den Ingenieurwissenschaften in Deutschland.



Sicherheitsingenieure beraten Arbeitgeber und alle für die Arbeitssicherheit zuständigen bzw. verantwortlichen Führungskräfte beim Arbeitsschutz sowie bei der Unfallverhütung und der menschengerechten Arbeitsgestaltung.
Die generellen Aufgaben/Tätigkeiten der "Fachkräfte für Arbeitssicherheit" sind in dem § 6 ASiG (Gesetz über Betriebsärzte/Betriebsärztinnen, Sicherheitsingenieure/Sicherheitsingenieurinnen und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit) vom 12.12.1973 festgelegt.
Sicherheitsingenieure und -ingenieurinnen erarbeiten für Betriebe und Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Verkehr und Handel, aber auch für die Verwaltung Konzepte und Strategien, durch die Störfälle, beispielsweise im Produktionsprozess, verhindert werden können. Dafür analysieren und beurteilen sie mögliche oder tatsächliche Risiken anhand von Sicherheitsnormen und empfehlen, veranlassen und realisieren entsprechende Gegenmaßnahmen.
Darüber hinaus untersuchen sie bauliche Anlagen und ihre Einrichtungen im Hinblick darauf, wie die Entstehung und Ausbreitung von Bränden verhindert werden können. Während ihrer Arbeit müssen sie die betrieblichen Arbeitsplätze häufig kritisch untersuchen und gegebenenfalls verändern sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entsprechend schulen. Bei der Entwicklung und Konstruktion von Geräten und Anlagen achten sie darauf, dass diese bei ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch Menschen und Sachgüter nicht gefährden oder schädigen.
Laut Arbeitssicherheitsgesetz muss ein Sicherheitsingenieur „(...) berechtigt sein, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen und über die zur Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde verfügen“. (§7 Abs. 1 ASiG). Beide Kriterien (die Berufsbezeichnung Ingenieur und die sicherheitstechnische Fachkunde) müssen also erfüllt sein, um sich Sicherheitsingenieur nennen zu dürfen. Für die notwendige sicherheitstechnische Fachkunde ist eine spezielle Ausbildung erforderlich, die bei einem staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Ausbildungsträger absolviert werden kann. Eine jahrelange Berufserfahrung in einer eventuell vergleichbaren Tätigkeit reicht nicht aus.
Die Berufsbezeichnung Ingenieur ist in Deutschland geschützt, das heißt, die Berechtigung, den Titel Sicherheitsingenieur zu führen unterliegt strengen Anforderungen. Praktisch kann heute nur noch derjenige Sicherheitsingenieur werden, dem eine technische Hochschule/Universität, eine Gesamthochschule, eine Fachhochschule oder eine Berufsakademie auf Grund einer Hochschul-prüfung einen Diplom-, Bachelor-, Master- oder Magistergrad verliehen hat. Diplom-Physiker oder Diplom-Chemiker können sich daher nicht Sicherheitsingenieur nennen.